Tilos Karte

Landkarte von Tilos insel Griechenland

Tilos ist eine Insel die seit der Mittelsteinzeit bewohnt ist wie die Funde in der Hohle Harkadio bezeugen. Die Insel wurde sowohl von dem Seevolk der Minoer als auch den Mykenern bewohnt die sich um 1600 v.Chr. hier ansiedelten. Die Bluteperiode vermerkt die Insel im 7ten Jh. v.Chr. Zu dieser Zeit grundet Tilos gemeinsam mit den Lindiern die Kolonie Gela in Sizilien.

Die Blutezeit setzt sich auch in der klassischen Periode fort in welcher Munzen gepragt werden und die Insel sich auch auf Grund der Produktion von feingewebten Stoffen einen Namen macht. In den folgenden Jahren ist die Geschichte der Insel sehr eng mit der von Rhodos verbunden.

In der byzantinischen Epoche schließt sich die Insel gemeinsam mit Nissyros dem Bund von Samos an. Wie auch die anderen Inseln des Dodekanes wird Tilos vom Johanniterorden erobert welche drei Burgen auf der Insel errichtet.

Zu dieser Zeit ist eine beeindruckende Entwicklung der ekklesiastischen Wandmalerei zu vermerken. Nach wiederholten Angriffen von Seiten der Turken konnen diese die Insel im Jahre 1522 erobern. Im neuere geschichte von Griechenland im Jahre 1912 beginnt in Tilos die Italienerherrschaft und wird wie auch die Schwesterinseln des Dodekanes im Jahre 1948 mit Griechenland vereint.


Katastrophale Folgen hatten die Bombenangriffe von Seiten der Italiener (1941) und der Deutschen (1943) die das Kastell und die Umgebung in Ruinen verwandeln. Damals sahen sich die Einwohner von Kastellorizo, der anderen Dodekanes Inseln und von Samos gezwungen nach Palastina als Fluchtlinge unterzukommen. Die Insel wurde endgultig im Jahre 1948 mit Griechenland wiedervereint.

Das Wohngebiet der Insel besteht aus den zwei Siedlungen Pigadia (direkt am Hafen) und Horafia (um die Kirche des Heiligen Konstantin und der Helene erbaut) welche den Hafen der Insel umrahmen und sich bis nach Mandraki erstrecken. Die imponierenden Felsbrocken am Berghang "Vouno" im Hintergrund schutzen die Wohnsiedlung vor dem Wind. Die Harmonie und malerische Grazie dieser Insel ist einmalig. Der Blick schweift uber die alten zwei-und dreistockigen Herrenhauser mit den Ziegeldachern, den bogenformigen Eingangen, den bunten Fensterladen und den Holz- oder Metallzaunen bis zum Meer hinaus. Ein Spaziergang am Hafen und in den romantischen kiesbepflasterten Gassen hinterlassen dem Besucher bleibende Eindrucke von der Insel wo einst Zeus Megistaeus verehrt wurde. Kastellorizo hat 280 Einwohner jedoch eine große Zahl an Menschen in Australien und in Agypten die von dieser Insel abstammen.

Benachbarte Inseln, Hagios Georgios Ein kleines Eiland lediglich 1 SM von Kastellorizo entfernt mit der gleichnamigen Kirche. Erreichbar ist diese mit einem kleinen Ausflugsboot. Die Einwohner von Kastellorizo besuchen den Heiligen Georg "Hagios Georgios" am 1ten Mai und am Rosenmontag soweit das Wetter die Uberfahrt zulasst. Dieses kleine Eiland wird von kleineren Felsinseln formlich umsaumt.
Ro
Ein kleines Eiland, 6 SM von Kastellorizo entfernt. Am Hafen befinden sich lediglich zwei Hauser die fur die Unterkunft der Viehhalter bestimmt sind sowie die Kapelle des Heiligen Johannes, eine alte Festung und das Denkmal der "Kira tis Ro (Dame von Ro)" wobei es sich um Despina Achladioti handelt die hier jeden Tag die griechische Flagge zu hissen pflegte. Die Uberfahrt wird von einem kleinen Ausflugsboot angeboten. Nordostlich von Ro befinden sich die Felsinseln Tragonera, Savoura und Voutsakia.
Strongili (Ipsili)Ein Eiland 5 Seemeilen sudostlich von Kastellorizo wo noch ein Leuchtturm in Betrieb ist.

Megalo Horio: Das Dorf liegt am Fuße eines Hugels auf welchem sich die Burg befindet. Es ist auf den Ruinen des alten Dorfes erbaut worden, das in der Zeit nach den Piratenangriffen verlassen wurde als die Furcht vor rauberischen Angriffen nicht mehr bestand und die Inselbewohner Regionen in der Nahe der Kuste fur den Bau ihrer Wohnsiedlungen bevorzugten (Anfang des 19ten Jh.) Der traditionelle Baustil ist noch weithin beibehalten worden. Die Hauser aus Stein gebaut, befinden sich rund um die Kirche des Erzengels. Seinen Namen erhielt das Dorf 1620 wie turkische Manuskripte bezeugen. Allem Anschein nach war es das langgestreckte Flachland welches sich bis zur Bucht Eristos, dem antiken Hafen der Insel erstreckte, welchem das Dorf seinen Namen zu verdanken hat.
Megalo Horio hat 160 Einwohner und liegt 7 km NW von der Hafenstadt Livadia entfernt.

Livadia: Der Hafen der Insel wurde 1930 von den Einwohnern des Kleinen Dorfes "Mikro Horio" bewohnt. Die Hauser liegen rund um die weitlaufige Bucht in einem fruchtbaren kleinen Tal. Hervorgehoben werden kann das Gebaude in dem heute die Polizei und das Hafenamt untergebracht ist. Den mittelalterlichen Hafen Hagios Stefanos mit dem Leuchtturm erreicht man wenn man der Kustenstraße folgt. Etwa 2,5km entfernt befindet sich die Wohnsiedlung Gera mit der Quelle "Despoti to Nero". Livadia hat 110 Einwohner und liegt 7km SO von Megalo Horio, der Hauptstadt. Lediglich 2 km entfernt befindet sich auch der kleine Fischerhafen Hagios Antonios wo Fischerboote und kleinere Ausflugsboote eine sichere Anlegestelle finden. Direkt am Strand befindet sich eine Windmuhle und die Kirche des Heiligen Antonios.

Mikro Horio (Kleines Dorf): 3km NW. Dieses Dorf wird 1960 von den letzten Einwohnern verlassen die sich in Livadia ansiedeln. Mikro Horio wurde erstmaligst in der Zeit des Johanniterordens (15tes Jh.) bewohnt. Erhalten geblieben sind die Ruinen einer kleinen Burg mit Aussichtsturm aber auch Uberreste von Hausern die einst in reizender Harmonie mit der Umgebung hier standen.
Gera ist eine kleinere Siedlung etwa 2,5 km von Hagios Stefanos entfernt. Die aus Stein gebauten Hauser liegen in der Nahe einer Quelle in denen fruher Krebse zu finden waren.
Benachbarte Inseln. Nordwestlich liegt das Eiland Gaidaros und sudostlich Antitilos.

Antike Monumente und archaologische Statten
Von der antiken Festungsmauer sind Uberreste in Megalo Horio erhalten. In der Region "Kena" in der Nahe von Megalo Horio wurde ein in Stein gehauenes Grab mit hochinteressanten Goldgegenstanden von den Archaologen ans Tageslicht gebracht. Die Funde sind im archaologischen Museum von Rhodos untergebracht.
Erwahnenswert sind an dieser Stelle auch die 20, mit Wandmalereien geschmuckten, Kapellen mit hufenformigen Apsis und rundlicher Kuppel die die Periode vom 13ten bis ins 16te Jh. reprasentieren. 

KARTE VON TILOS

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